testbericht
Grillen, Räuchern, Dörren und mehr mit dem Keramikgrill
Sommerzeit ist Grillzeit. Heraus mit dem Grill, verschiedene Leckereien vorbereiten und dann langsam auf dem Grillrost garen. Der gesamte Vorgang ist ein kleines Abenteuer und die Möglichkeiten eines Grills sind beinah unendlich. Das heißt, Sie müssen nicht nur Fleisch oder Fisch grillen, sondern je nach Modell können Sie auch Dörren, Räuchern oder Slow & Low-Kochen. Alles, was Sie dafür benötigen ist der passende Grill. Nun kommt der Keramikgrill ins Spiel, denn das Modell unterscheidet sich maßgeblich von den herkömmlichen Modellen. Weshalb Sie sich für einen Keramikgrill entscheiden sollten und was es beim Kauf zu beachten gibt, beantworten wir Ihnen.

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Was ist ein Keramikgrill?

Wie ist der Grill aufgebaut?

Welcher Brennstoff eignet sich für den Keramikgrill?

Die drei unterschiedlichen Arten

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Die Geschichte des Kamado-Grills

Wohin mit dem Keramikgrill?

Reinigung – Ein sauberer Keramikgrill

Richtig gelagert – Lange erhalten

Die wichtigsten Tipps für den sicheren Umgang

Was ist ein Keramikgrill?

Die erste große Frage ist natürlich, was ein Keramikgrill überhaupt ist. Ursprünglich stammte das Modell aus China und wurde als Kamado-Grill bezeichnet. Wie der Name schon sagt, besteht die Außenschale aus Keramik. Nicht, wie bei einem herkömmlichen Grill, aus Metall. Keramik ist ein hervorragendes Material zum Grillen, denn es kann die Hitze über eine lange Zeit speichern und gleichmäßig abgeben. Selbst, wenn Sie einmal im Winter den Grill herausholen wollen, erhalten Sie gute Ergebnisse mit dem Keramikmodell. Außerdem bietet der Keramikgrill viele flexible Einsatzmöglichkeiten. Neben dem klassischen Grillen können Sie nämlich auch indirekt Grillen, Dörren sowie Räuchern. Slow & Low ist hingegen perfekt, wenn Sie über Stunden bei niedrigen Temperaturen etwas garen wollen. Das ist beispielsweise bei Brot, Kuchen oder Pizzen empfehlenswert. Erwähnt werden muss, dass Sie beim Keramikgrill nur etwa die Hälfte oder ein Drittel an Holzkohle verbrauchen. Dadurch zeigt sich das Modell auch deutlich effizienter, kostensparender und umweltfreundlicher. Ein weiterer Unterschied zum klassischen Grill ist das Gewicht. Ein Kamado-Grill liegt bei etwa 35 bis 120 Kilogramm. Aber auch in Hinblick auf das Preisniveau gibt es etwas zu beachten, denn Keramikgrills liegen eher im oberen Bereich. Dafür sind sie aber sehr robust und können über Jahrzehnte im Einsatz sein.

Wie ist der Grill aufgebaut?

Um die Vorteile zu verstehen, müssen Sie sich den Keramikgrill genauer anschauen. Von außen erinnert das Modell sofort an einen klassischen Kugelgrill. Deshalb wird der Grill auch gern als Keramik-Ei bezeichnet. Im unteren Bereich des Grills befindet sich ein Hohlraum. Er hat eine wichtige Aufgabe, denn er garantiert eine bessere Luftverteilung. Über dem Hohlraum finden Sie den Feuerrost, da Sie ansonsten kein Feuer im Keramikgrill entfachen könnten. Natürlich fehlen auch die passenden Bohrungen und Belüftungskanäle nicht, um das bestmögliche Grillergebnis zu garantieren. Da mit der Zeit immer mehr Asche anfällt, finden Sie unter dem Feuerrost den Ascheraum. Er kann bei den meisten Modellen entfernt und leicht entleert werden. Wichtig beim Grillen ist die Luftregulierung des Feuers. Je nach Belüftung kann die Flamme groß oder klein gehalten werden. Deshalb finden Sie auf der Außenseite des Grills auch einen verstellbaren Luftschieber. Darüber regeln Sie, wie viel Luft in den Keramikgrill eindringen darf. Je nach Modell finden Sie im oberen Teil des Grills noch mehr Entlüftungsregler. Dank der Belüftung können Sie punktgenau die Abbrenndauer oder auch die Temperatur regeln. Natürlich ist das am Anfang alles nicht so einfach, doch je öfter Sie mit dem Keramikgrill grillen, desto leichter fällt es Ihnen, die richtigen Einstellungen zu finden. Nun befassen wir uns noch mit den drei wichtigsten Ausstattungsmerkmalen eines Keramikgrills.

1. Grillrost

Ohne einen Grillrost kommen Sie nicht voran, denn er dient als Ablagefläche für das Grillgut. Immerhin können Sie Ihre Zutaten nicht einfach direkt ins Feuer legen. Gewiss wäre das machbar, doch am Ende würden Sie verbrannte und verkohlte Lebensmittel herausholen. Deshalb gibt es den Grillrost, welcher über den Deflektorsteinen und der Glut angeordnet ist. Wie der Grillrost aussieht, hängt ganz vom Hersteller ab. Oftmals kommt eine klassische Lochplatte aus Edelstahl zum Einsatz. Es gibt aber auch Modelle mit Platten aus hitzebeständigem Speckstein oder Gusseisen. Noch praktischer ist, wenn Sie sich für ein Modell entscheiden, welches direkt mehrere Grillroste mitbringt. Dadurch haben Sie verschiedene Ebenen und können Ihr Grillgut nicht nur direkt grillen, sondern auch warmhalten. Außerdem ist das vorteilhaft, wenn Sie Grillgut mit verschiedenen Garzeiten haben. Dank der diversen Ebenen wird alles zum selben Zeitpunkt fertig.

2. Deflektor

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, doch die meisten Keramikgrills auf den Markt bieten die Möglichkeit, sowohl indirekt als auch direkt zu grillen. Damit das machbar ist, liegen ein oder mehrere Deflektorsteine vor. Oftmals bestehen diese auch aus Keramik. Die Aufgabe der Deflektorsteine ist simpel, denn jene schirmen die hohe Hitze der Glut vom Grillrost ab. Dadurch kommen Ihre Zutaten nicht direkt mit der Gluthitze in Kontakt und können deutlich schonender gegart werden. Wir empfehlen das, wenn Sie im Keramikgrill auch backen wollen, wie Pizzen oder Kuchen. Wünschen Sie sich hingegen die direkte Hitze, dann entfernen Sie einfach die Deflektorsteine. Jetzt kann der Grillrost direkt beheizt werden.

3. Räucherschiene

Der Keramikgrill bietet bereits vielseitige Möglichkeiten, doch es geht noch weiter, denn im Grill können Sie auch Räuchern. Dafür benötigen Sie nur eine Räucherschiene. Sie wird entweder direkt mitgeliefert oder kann separat gekauft werden. Die Anwendung ist ein Kinderspiel, denn Sie müssen nur das Räuchergut hineingeben, wie beispielsweise Räucherchips, und schon können Sie Ihr Grillgut räuchern. In den meisten Fällen liegt die Räucherschiene unter dem Deflektorstein. Dadurch geben Sie das Räuchergut direkt in die Glut, sodass der Geschmack sowie Duft nach oben zu Ihren Lebensmitteln steigen. Der große Vorteil der Räucherschiene ist aber nicht nur das abschließende Ergebnis, sondern Sie müssen weder den Deflektorstein entfernen noch den Deckel öffnen, um zu räuchern. Das spart Ihnen viel Arbeit und Zeit. Wichtig: Achten Sie bei einem solchen Räucher-Keramikgrill darauf, dass dieser perfekt abschließt, wie ein Smoker. Ansonsten würde der Rauch austreten und Sie bekämen kein solch gutes Ergebnis.

Tipp:
Wir empfehlen ein Modell mit einer temperaturbeständigen Filzdichtung oder Fiberglasdichtung. Es schließt noch besser ab und sorgt dafür, dass der komplette Rauch im Inneren bleibt. Achten Sie aber auch darauf, dass das Deckelscharnier dicht ist.
Vielfältig gegrillt
Welche Grilltechniken erlaubt ein Keramikgrill? Eine gute Frage, denn Sie erhalten direkt mehrere Möglichkeiten. Am Anfang steht das klassische Grillen, also mit direkter Hitze durch die Glut. Dadurch können Sie vor allem Fleisch und Fisch wunderbar knusprig rösten. Noch bessere Ergebnisse erzielen Sie aber mit der indirekten Grillmethode, wo nun der Deflektorstein zum Einsatz kommt. Insofern wird die Hitze indirekt an das Grillgut geleitet, was dazu führt, dass jene sich deutlich besser verteilt. Das heißt, es steigt nicht nur Hitze von unten auf, sondern die Hitze verteilt sich im gesamten Keramik-Ei. Jetzt zeigt sich auch der Vorteil des Materials Keramik, denn die Hitze entweicht nicht sofort, sondern wird gespeichert. Gleichzeitig sparen Sie aber auch an Holzkohle, denn es ist nicht notwendig, dass Sie die Glut bis zum Maximum schüren. Schon ein kleines Flämmchen reicht aus, um indirekt zu grillen. Dank des angebrachten Deckels erhalten Sie aber noch mehr Grilltechniken. Darunter das klassische Kochen und Backen, wie von Kuchen. Das ist der guten Hitzeverteilung zu verdanken. Zusätzlich können Sie auch Smoken und Dünsten. Wir empfehlen, dass Sie einfach verschiedene Wege ausprobieren. Sie stellen schnell fest, dass der Keramikgrill beinah für alle Grilltechniken geeignet ist.

Welcher Brennstoff eignet sich für den Keramikgrill?

Ohne den richtigen Brennstoff ist der Keramikgrill natürlich nutzlos, da keine Hitze entstehen würde. Welchen Brennstoff Sie verwenden, bleibt am Ende des Tages Ihnen überlassen. Wir empfehlen aber Briketts oder klassische Holzkohle. Briketts haben den großen Vorteil, dass jene deutlich länger brennen und Sie jene deshalb seltener erneuern müssen. Bei einem Keramikgrill ist das aber gar nicht so wichtig. Warum? Sie können den Grill per Luftzufuhr regeln und bestimmen deshalb selbst, wie schnell das Brennmaterial abbrennt. Geben Sie viel Luft hinzu, verbrennt der Brennstoff schneller. Regeln Sie die Luftzufuhr herunter, verbrennt auch Holzkohle langsamer. Das geht sogar so weit, dass Sie die glühenden Kohlen erlöschen können. Der Vorteil: So müssen Sie die Kohle nicht nach jedem Grillen herausnehmen und erneuern, sondern können jene wiederverwenden.

Es gibt aber eine Kleinigkeit zu beachten, wenn Sie sich für Holzkohle entscheiden. Wählen Sie immer Stücke, welche eine möglichst große Körnung aufweisen. Ebenfalls sehr vorteilhaft ist Kohle, welche aus Harthölzern hergestellt wurde. Der Grund dafür ist, dass sich Hartholz-Kohle in Hinblick auf die Temperatur besser regeln lässt. Vermeiden Sie zu kleine Kohlestücke, denn es kann passieren, dass diese sich zu einer kompakten Masse verdichten und anschließend die Belüftung verstopfen. So könnten Sie nicht mehr die Temperatur regeln und müssten den Keramikgrill erst wieder säubern.

Die drei unterschiedlichen Arten

Schauen Sie sich in unserem Keramikgrill-Test um, fällt Ihnen mit Sicherheit auf, dass es grob drei Arten gibt. Natürlich wirken jene recht ähnlich, dennoch gibt es massive Unterschiede. Es wird nach klassischen Keramikgrill, einem Keramikgrill zum Einsetzen in einen Tisch sowie einen Gas-Keramikgrill unterschieden. Wir zeigen Ihnen, wo die Differenzen liegen und welche Vor- und Nachteile Sie erwarten können
  • Klassischer Keramikgrill
  • Auf den klassischen Keramikgrill werden Sie am häufigsten treffen, denn in den letzten Jahren hat er sich immer weiter etabliert. Das ist schon einmal ein großer Vorteil, denn so können Sie genau das Modell finden, welches zu Ihnen passt. Optisch erinnert das Gerät an einen Kugelgrill, jedoch unterscheidet es sich in den verwendeten Materialien. Der wohl größte Vorteil des klassischen Kamado-Grills ist, dass er Hitze über eine lange Zeit speichert. Sie müssen also nicht ständig die Glut anfachen, sondern über Stunden kann der Keramikgrill die Hitze halten. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Sie die Temperatur präzise durch die Belüftung steuern können. Dafür ist es nicht einmal notwendig, dass Sie den Deckel öffnen. Nicht zu vergessen ist, dass sich der klassische Grill zum Räuchern, Schmoren oder Backen eignet. Selbst im Winter muss der Keramikgrill nicht aus bleiben. Wir beschäftigen uns aber auch mit den Nachteilen, denn ein klassischer Kamado-Grill ist nichts für unterwegs. Er ist recht schwer und unflexibel, weshalb Sie ihn am besten an einem Fleck aufstellen und dort belassen. Auch auf die typischen Ablageflächen von klassischen Grills müssen Sie verzichten.
  • Keramikgrill zum Einsetzen
  • Eine andere Form ist der Keramikgrill zum Einsetzen in einen Tisch. Obwohl er in eine Tischplatte eingesetzt werden kann, ist er nicht wirklich kleiner. Sie erhalten also immer noch viel Fläche und außerdem die Vorteile, die wir beim klassischen Keramikgrill genannt haben. Ein weiterer Vorteil ist aber, dass Sie nun eine Ablagefläche besitzen. Immerhin erhalten Sie links und rechts eine Tischplatte, wo Sie Grillwerkzeuge, Lebensmittel und ähnliches abstellen können. Falls Sie wünschen, können Sie den gesamten Tisch auf den Grill ausrichten. Mit Schubladen, Türen und vergleichbaren haben Sie viel Stauraum und alles an einem Ort. Das führt aber auch dazu, dass der Keramikgrill zum Einsetzen nicht gerade mobil ist. Gewiss könnten Sie sich für einen Tisch mit Rollen entscheiden, dennoch ist die Mobilität stark eingeschränkt. Außerdem benötigen Sie deutlich mehr Platz, abhängig von der Größe des Tisches. Nicht zu vergessen ist, dass ein solcher Keramikgrill oftmals teurer ist.
  • Gas-Keramikgrill
  • Die letzte große Art ist ein Gas-Keramikgrill. Der Name lässt natürlich schon vermuten, dass es sich um ein Modell handelt, welches nicht mit Kohle, sondern Gas betrieben wird. Die Auswahl an Gas-Keramikgrills ist aktuell noch recht überschaubar. Einen großen Vorteil stellen Sie aber direkt zu Anfang fest, denn ein Gasgrill heizt deutlich schneller auf. So können Sie auch einmal eine kleine Grillsession zwischendurch einlegen, ohne vorher die Kohle lange vorglühen zu lassen. Selbst die Rauchbildung bleibt aus, weshalb sich ein Gas-Keramikgrill hervorragend für Balkone eignet. Aber auch der Aufbau unterscheidet sich ein wenig, denn es gibt keine Lüftungsklappen mehr. Anders sieht es aus, wenn Sie sich für ein Hybrid-Modell entscheiden. Es ist eine Mischung aus Gas- und Kohlegrill und verbindet somit die Vorteile der beiden Welten. Nicht zu vergessen ist, dass Sie eine konstante Temperatur mit dem Gas-Keramikgrill erreichen. Nachteilig zeigt sich, dass Gasgrills oftmals mehr Platz benötigen. Im Vergleich sind die Preise auch deutlich höher. Zusätzlich besteht meist nur der Deckel aus Keramik, was bei der Isolationsfähigkeit Abstriche gibt.

Klassischer Keramikgrill

 
  • Speichert viel Hitze über lange Zeit
  • Temperaturregelung findet punktgenau statt
  • Viele unterschiedliche Grilltechniken
  • Lange Lebensdauer und hohe Qualität
  • Geeignet für den Winter
  • Hohes Gewicht
  • Keine Mobilität
  • Fehlende Ablageflächen
 

Keramikgrill zum Einsetzen

 
  • Speichert lange die Hitze
  • Temperatur präzise regelbar
  • Lange Lebensdauer
  • Viele Ablageflächen
  • Sieht schick aus
  • Hohe Kosten
  • Mehr Platz benötigt
  • Eingeschränkte Mobilität
 

Gas-Keramikgrill

 
  • Schnelles Aufheizen
  • Keinerlei Rauchentwicklung
  • Praktisch sind Hybrid-Modelle
  • Temperatur wird konstant gehalten
  • Hilfsobjekt
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Meist nur Deckel aus Keramik
  • Benötigt jede Menge Platz
 

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Vielleicht wirken Keramikgrills auf den ersten Blick alle gleich, doch das sind sie nicht. Die feinen Details machen den Unterschied und entscheiden, ob der Kamado-Grill zu Ihnen passt oder nicht. Fragen Sie sich jetzt, was diese Details sind, keine Angst. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt und weshalb Sie nicht das erstbeste Modell wählen sollten. Selbstverständlich kann Ihnen auch unser Test weiterhelfen, wo wir die besten Modelle miteinander verglichen haben.

Material: Keramikgrill ist nicht gleich Keramikgrill, denn Hersteller sparen gerne. So wird ein Modell als Keramikgrill angepriesen, doch eigentlich besteht nur der Deckel aus Keramik. Gewiss ist das besser als nichts, doch ein hochwertiger Grill sollte über eine komplette Keramikaußenhülle verfügen. Dadurch wird die Hitze deutlich besser gespeichert und außerdem sieht das auch schöner aus. Darüber hinaus sollten Sie das Material genau unter die Lupe nehmen. Gerade günstige Produkte im Keramikgrill-Test bieten eher eine minderwertige Qualität. Sehen Sie also in der Keramik irgendwelche Löcher, Risse oder andere Beschädigungen, suchen Sie nach einem anderen Keramikgrill. Außerdem erwähnenswert ist, dass die Keramikflächen von innen und außen glasiert sind. Das hat einen wichtigen Grund, denn so wird das Anbrennen vermieden. Am Ende ist die Reinigung dadurch deutlich einfacher. Besonders auf kleine Luftblasen in der Glasur sollten Sie achten. Bei Hitze platzen jene auf und es entstehen Flecken, welche nicht gerade schön aussehen. Achten Sie aber auch auf die anderen Materialien, vorneweg Metall. Es sollte rostfreier Edelstahl verwendet werden, denn jenes ist langlebig und witterungsbeständig. Ob der Grillrost dabei aus einem oder mehreren Teilen besteht, bleibt Ihnen überlassen. Wir empfehlen einen geteilten Rost, denn dadurch erhalten Sie mehr Möglichkeiten. Aufgepasst: Es gibt auch Roste aus Gusseisen. Gusseisen ist zwar sehr hochwertig und speichert die Hitze hervorragend, doch gleichzeitig reagiert er empfindlich auf Feuchtigkeit. Leicht kann es zu irgendwelchen Rostspuren kommen.

Verarbeitung: Die allgemeine Verarbeitung spielt eine essenzielle Rolle, denn ein Kamado-Grill kann noch so gut aussehen, bringt er keine hochwertige Verarbeitung mit, ist er nutzlos. Wir haben schon angesprochen, dass Sie sich das Material näher anschauen sollten. Hier muss immer eine hohe Qualität vorliegen und es dürfen keinerlei Beschädigungen bestehen. Schon Kleinigkeiten weisen darauf hin, dass das Unternehmen bei der Herstellung vielleicht keinen allzu großen Wert auf eine Qualitätsprüfung legte. Wichtig ist, dass Sie sich nicht nur die offensichtlichen Bereiche anschauen. Wenden Sie sich auch den Teilen zu, die nicht sofort ins Auge fallen. Zum Beispiel die Unterseite des Grills oder auch die Standfüße. Alles muss sicher sitzen und nichts darf wackeln.

Wandstärke: Die Wandstärke sagt viel über den Grill aus. Kaufen Sie nur ein Modell, wo die Wandstärke auch angegeben ist. Immerhin entscheidet sie am Ende darüber, wie gut Ihr Grillergebnis ist. Hierbei gilt: Je stärker die Wand ist, desto besser hält der Grill die Temperatur. Wünschen Sie sich also eine lange Wärmespeicherung, dann sollte die Wand mindestens zwei Zentimeter dick sein. Wählen Sie am besten keinen Grill, welcher unter zwei Zentimeter liegt. Zu schnell entweicht die Hitze und der gesamte Vorteil der Keramik geht verloren.

Maße: Mit den Maßen befassen Sie sich als Nächstes. Aus zwei Gründen sind die Maße wichtig. Auf der einen Seite haben Sie vielleicht nur ein begrenztes Platzangebot, weshalb der Keramikgrill einer bestimmten Größe entsprechen muss. Auf der anderen Seite entscheiden die Maße darüber, wie viel Sie im Keramikgrill unterbringen können. Die Maße hängen also komplett von Ihnen ab. Haben Sie nur eine geringe Stellfläche, empfehlen wir Ihnen, dass Sie jene vorher ausmessen. Ansonsten könnte es passieren, dass der Keramikgrill vielleicht nur um ein oder zwei Zentimeter nicht passt, doch dagegen können Sie jetzt nichts mehr tun. Als Nächstes sollten Sie darüber nachdenken, was Sie alles im Keramikgrill zubereiten wollen. Gerade große Familien sollten keinen kleinen Grill wählen, da ansonsten schon einige ihr fertiges Essen bekommen, während andere noch darauf warten müssen. Ein großer Keramikgrill ist jetzt die bessere Wahl, sodass mehrere Gerichte gleichzeitig zubereitet werden können.

Grillfläche: Die Grillfläche ist abhängig davon, was Sie alles im Keramikgrill zubereiten möchten und für wie viele Personen. Großfamilien kommen mit einer kleinen Grillfläche nicht klar, wohingegen Singlehaushalte keinen gigantischen Grillrost benötigen. Wir empfehlen eine große Grillfläche, wenn Sie alles in einer großen Runde grillen wollen. Das heißt, nicht eines nach dem anderen, sondern alles gemeinsam. Nun sind auch verschiedene Etagen sinnvoll, denn so können Sie genau abstimmen, wie lang etwas benötigt. Für wenige Personen empfehlen wir deshalb eine Größe zwischen 25 und 30 Zentimeter. Das ist ausreichend für einige wenige Lebensmittel. Je größer Ihre Familie ist, desto mehr Grillfläche sollte gewählt werden. Bis zu 75 Zentimeter sind kein Problem.

Gewicht: Auch dem Gewicht müssen Sie Aufmerksamkeit schenken. Es ist ganz normal, dass ein Keramikgrill kein Leichtgewicht ist. Immerhin ist er nicht darauf ausgelegt, dass Sie ihn ständig hin- und herstellen. Stattdessen ist er auf den stationären Gebrauch zugeschnitten. Das heißt, einmal hinstellen und nicht mehr wegräumen. Möchten Sie den Keramikgrill hingegen auf Terrassen oder Balkons nutzen, achten Sie auf den Untergrund. Nicht immer ist dieser auf ein hohes Gewicht ausgelegt. Immerhin kann der Grill leicht zwischen 35 und 120 Kilogramm auf die Waage bringen. Ausschlaggebend dafür ist die Materialstärke, die schnell das Gewicht nach oben treibt. Prüfen Sie also vorher auch das Gewicht.

Deckel: Ohne einen Deckel könnten Sie eine Vielzahl der verschiedenen Funktionen nicht in Anspruch nehmen. Gleichzeitig könnte der Deckel aber auch als Schwachstelle angesehen werden, denn über jenen entweicht die meiste Hitze. Deshalb ist der Deckel auch so wichtig, denn liegt keine gute Abdichtung vor, gehen alle anderen Vorteile des Keramikgrills verloren. Im Idealfall arbeitet der Hersteller mit zusätzlichen Abdichtungen, wie durch Filz. Dadurch wird die Hitze im Inneren behalten. Außerdem liegt am Deckel die Luftzufuhr vor. Jene sollte stufenlos einstellbar sein, sodass Sie die Temperatur im Inneren regeln können. Wie die Luftzufuhr genau aussieht, ist natürlich von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Meist handelt es sich um passende Ventile oder Luftklappen, die geöffnet und geschlossen werden können. Wichtig ist, dass diese leichtgängig sind, damit Sie bei den Einstellungen keine Probleme haben. Wir müssen wohl kaum erwähnen, dass die Ventile im geschlossenen Zustand vollkommen dicht sein müssen.

Standbeine: Die Standbeine sorgen dafür, dass der Keramikgrill sicher an Ort und Stelle bleibt. In erster Linie müssen die Standbeine robust sein. Am besten bestehen sie aus rostfreiem und dickem Edelstahl. Wird nämlich bei den Standbeinen gespart, kann das sehr gefährlich sein. Stellen Sie sich vor, die Standbeine brechen aus Versehen ab und plötzlich fällt Ihnen der glühend heiße Keramikgrill entgegen. Das kann nicht nur zu Verbrennungen führen, sondern selbst ein Feuer entfachen. Deshalb müssen die Beine robust sein und auch den Witterungen standhalten. Wie die Standbeine genau aufgebaut sind, hängt natürlich vom Hersteller ab. Manche setzen auf drei statt vier Beine, wiederum andere verzichten komplett auf Beine und bieten nur kleine Standfüße. Wichtig ist aber immer, dass nichts wackelt. Nur so gehen Sie sicher, dass der Keramikgrill später fest steht.

Rollen/Füße: Am Ende der Standbeine finden Sie die Füße oder Rollen. Rollen sind natürlich sehr praktisch, denn so gestaltet sich das Umstellen und Transportieren des Grills deutlich leichter. Je nach Hersteller erhalten Sie zwei oder vier Rollen. Zwei Rollen arbeiten dabei wie ein Trolley, sodass Sie die rollenlose Seite anheben müssen und den Keramikgrill dann wie einen Schubkarren fahren oder schieben können. Bei einem Modell mit vier Rollen können Sie ihn direkt fahren/schieben. Essenziell bei Rollen ist, dass Sie nicht auf Bremsen verzichten. Ansonsten würde sich der Keramikgrill ständig selbstständig machen und das kann mehr als gefährlich sein. Außerdem sollten Gummi- und keine Kunststoffrollen vorliegen. Gummi bietet einen deutlich besseren Gripp und darüber hinaus gestaltet sich die Fahrt leiser. Gewiss müssen Sie sich nicht für ein Modell mit Rollen entscheiden, sondern es gibt auch Angebote mit klassischen Stellfüßen. Sie sind zu empfehlen, wenn Sie den Keramikgrill eigentlich nicht mehr bewegen möchten. Dank der Füße steht er sicher und fest an einem Ort und kann dort verweilen.

Griffe: Es gibt zwei Arten von Griffen. Auf der einen Seite haben Sie den Griff am Deckel, um diesen zu öffnen und schließen. Auf der anderen Seite erhalten Sie Griffe, welche sich seitlich am Keramikgrill befinden. Jene sind aber nicht bei allen Modellen vorhanden. Unverzichtbar ist, dass die Griffe hitzebeständig sind. Zwar wird der Großteil der Hitze im Keramikgrill behalten, dennoch kann auch etwas nach außen dringen. Das darf den Griffen nichts ausmachen. Außerdem dürfen die Griffe auf keinen Fall heiß werden. Ansonsten könnten Sie nicht mehr den Keramikgrill öffnen, wenn Sie nachschauen wollen, wie weit Ihre Lebensmittel sind. Eine ergonomische Form ist nicht zwangsweise notwendig, denn die Griffe haben Sie sowieso nicht lange in der Hand.

Optik: Ein Keramikgrill sieht schick aus, was der Keramik und der Beschichtung zu verdanken ist. Dennoch sollten Sie sich von der Optik nicht leiten lassen, denn schnell kaufen Sie einen Grill, der gut aussieht, aber nicht die nötigen Funktionen mitbringt. Versuchen Sie deshalb die Optik zu ignorieren und versteifen Sie sich lieber auf die technischen Daten. Erst, wenn Sie einige Modelle gefunden haben, die zu Ihnen passen, können Sie sich auch mit der Optik beschäftigen. Vor allem in Sachen Farben gibt es heute eine große Auswahl, wobei Schwarz, Rot und Grün am beliebtesten sind. Hinsichtlich des Aufbaus tut sich beim Keramikgrill aber nicht sehr viel. Er sieht immer wie ein Ei mit lauter kleinen Dellen aus. Immerhin ist das der perfekte Aufbau für den Grill.

Ablagefläche: Ablageflächen fehlen bei den meisten Keramikgrills, doch wünschen Sie sich jene, werden Sie auch fündig. Es gibt einige Angebote, welche auf der linken und rechten Seite eine kleine Ablagefläche bieten. Sicherlich sind diese nicht gigantisch groß, doch für Grillwerkzeuge oder Lebensmittel reichen sie aus. Praktisch ist, wenn Sie die Flächen nach unten wegklappen können. Brauchen Sie diese also im Moment nicht, benötigt der Keramikgrill keinen übermäßigen Platz. In den meisten Fällen bestehen die Ablageflächen aus Holz. Das ist ein schöner Kontrast zu der glänzenden Keramik.

Hersteller: Der Hersteller ist wichtiger, als Sie vielleicht am Anfang denken. Immerhin ist es das Unternehmen, welches Ihnen am Ende hilft, wenn es zu irgendwelchen Problemen mit dem Keramikgrill gekommen sein sollte. Zunächst sollten Sie sich etwas über das Unternehmen informieren. Bietet es irgendwelche Referenzen, wie lange ist es schon im Business, wie fallen die Kundenbewertungen aus und vieles mehr. Je mehr Sie über den Hersteller herausfinden, umso besser. Außerdem sollte immer eine Garantie vorliegen. Dabei gilt: Je länger, desto besser. Aber aufgepasst, denn Hersteller könnten Ihnen eine lange Garantie anbieten, jedoch kaum Garantieleistungen. Deshalb sollten Sie auch die Garantie genau unter die Lupe nehmen. Hier trennt sich meist die Spreu vom Weizen. Welche Garantieleistungen sinnvoll sind? In erster Linie Materialfehler, doch auch Abnutzungserscheinungen. Im Grunde ist es hervorragend, wenn so viele Leistungen wie möglich abgedeckt sind.

Preis: Der letzte große Punkt ist der Preis. Niemand möchte einen Keramikgrill kaufen, welcher unnötig viel Geld kostet. Machen Sie aber nicht den Fehler und glauben, dass günstige Modelle direkt schlecht sind. Es gibt durchaus preiswerte Angebote, die mit den großen Marken mithalten können. Aus diesem Grund ist es keine gute Idee, wenn Sie sich allein auf den Preis fixieren. Natürlich können Sie sich eine Preisgrenze setzen, doch schauen Sie nicht immer zuerst auf die Kosten. Beachten Sie lieber unsere anderen Punkte, denn diese entscheiden später darüber, ob Sie mit dem Keramikgrill glücklich werden. Daher unser Tipp: Schauen Sie sich die verschiedenen Modelle genau an und prüfen Sie anhand unserer Faktoren, ob diese zu Ihnen passen. Dadurch stellen Sie langsam eine Liste von Produkten zusammen, die Ihnen zusagen. Erst jetzt sollten Sie einen Blick auf den Preis riskieren. Gewiss können Sie sich jetzt für das günstigste Angebot entscheiden. Deshalb sollte der Preis immer eine Nebensache sein.

Die Geschichte des Kamado-Grills
Auch, wenn Keramikgrills erst seit einigen Jahren bei uns erhältlich sind, handelt es sich um keine neue Erfindung. Die ersten Keramikgrills kamen in China auf und breiteten sich schnell über ganz Asien aus. Irgendwann kam der neue Grill in Japan an und wurde dort zu den Vorgängern des heutigen Keramikgrills entwickelt. Insofern ist der Kamado-Grill im Grunde schon seit Jahrtausenden im Einsatz, denn erste archäologische Fundstücke zeigen, dass China schon vor etwa 3.000 Jahren eine ähnliche Technologie nutzte. Damals bestanden die Ausführungen aber noch aus rundem Ton oder Lehm. Mit den Jahren ersetzten die Chinesen Lehm und Ton aber mit hitzebeständiger Keramik. Aber erst Japan sollte es sein, welcher den heute bekannten Keramikgrill einführte. Dort erhielt er den Namen „Mushikamado“, was so viel wie holzkohlebefeuerter Keramikbehälter bedeutet. Optisch erinnerte der frühe Grill an einen runden Keramiktopf mit Deckel. Wie der Name vermuten lässt, wurde Holz oder Holzkohle als Brennstoff genutzt. Überraschend ist, dass schon damals eine Hitzeregulierung stattfand, und zwar über verbaute Lüftungsschieber. Wofür die Japaner den Mushikamado einsetzten? Vor allem der Zubereitung von Reis.

Erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges sollte der Kamado-Grill auch langsam zu uns kommen. Zu verdanken war das US-Soldaten, welche in Japan stationiert waren. Sie entdeckten den Kamado-Grill für sich und brachten jenen in die westliche Welt. Dort konnte sich der Grill weiterentwickeln und kam auch endlich nach Deutschland. Heute ist der Keramikgrill natürlich gang und gäbe. Er ist in beinah jedem Baumarkt anzutreffen und nicht nur ambitionierte Grillprofis erfreuen sich an dessen Möglichkeiten.

Wohin mit dem Keramikgrill?

Der richtige Aufstellungsort ist wichtig, denn so können Sie die Möglichkeiten des Keramikgrills genießen, aber zugleich die Sicherheit wahren. In erster Linie ist es das A und O, dass Sie den Boden prüfen. Immerhin ist der Grill leicht mehr als 50 Kilogramm schwer, was auf verschiedenen Oberflächen zu Problemen führen kann. Stellen Sie den Grill nicht auf eine einfache Rasenfläche. Am Anfang ist das vielleicht noch kein Problem, doch mit der Zeit kann der Keramikgrill immer weiter in den Boden einsinken. Besonders, wenn Sie ihn bei Regen nicht wegstellen. Der Boden wird matschig und der Grill sinkt ein. Im schlimmsten Fall kippt er bei der späteren Benutzung um, was ungemein gefährlich ist. Stellen Sie den Keramikgrill deshalb immer auf eine feste Fläche. Soll er mitten im Garten stehen, dann befestigen Sie die Stelle, beispielsweise mit Steinplatten. Besser ist aber eine Terrasse.

Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass Sie den Grill nicht unter Bäume stellen. Das hat mehrere Gründe, angefangen damit, dass es zum Funkenflug kommen kann. Schon kleine Funken könnten in den Blättern landen und zu einem Feuer führen. Gerade in den trockenen Sommermonaten. Außerdem ist es weniger angenehm, was von den Bäumen herunterfällt. Die Rede ist nicht nur von Blättern, sondern auch Insekten oder Vogelkot. Stellen Sie den Keramikgrill lieber unter freiem Himmel. Außerdem sollte er von allen Seiten gut zugänglich sein. Das erleichtert Ihnen die spätere Reinigung, denn so müssen Sie den Grill nicht immer umstellen, sondern können einfach rundherum saubermachen. Gut ist natürlich, wenn ein Tisch oder etwas Ähnliches in der Nähe steht. So haben Sie immer genug Abstellfläche.

Das passende Grillzubehör

Mit einem Keramikgrill allein ist es nicht getan, denn Sie benötigen noch einiges an Zubehör. In erster Linie benötigen Sie Grillbesteck. Ansonsten können Sie Ihre Zutaten nicht drehen und wenden. Gewiss könnten Sie auch herkömmliches Küchenzubehör verwenden, doch hier zeigen sich diverse Nachteile. Angefangen damit, dass diese oftmals nicht auf die hohen Temperaturen im Grill ausgelegt sind. Außerdem haben sie meist einen kurzen Griff, weshalb Sie zu tief in den Keramikgrill hineinfassen müssten. Im schlimmsten Fall führt das zu Verbrennungen. Entscheiden Sie sich deshalb für hitzebeständiges, robustes und langes Grillbesteck. Das kostet nicht die Welt. Auch ein Grillhandschuh ist sinnvoll. Es kann nämlich passieren, dass sich der Griff mit der Zeit erhitzt und deshalb nicht mehr mit den bloßen Händen angefasst werden sollte. Grillhandschuh übergezogen und schon kann es losgehen.

Sollte Ihr Keramikgrill nicht mit einem Deflektorstein ausgestattet sein, können Sie ihn auch nachkaufen. Lassen Sie ihn passgenau auf Ihren Grill zuschneiden und schon erhalten Sie die Vorteile des indirekten Grillens. Rosterhöhungen sind hingegen sinnvoll, wenn Sie sich mehrere Etagen wünschen. In den meisten Grills können jene nachgerüstet werden und bestehen aus Edelstahl. Sie erhalten eine erweiterte Grillfläche und können den Raum des Modells bestmöglich ausnutzen. Sie lieben Schaschlik? In einem solchen Fall sind hochwertige Grillspieße ein Muss. Sie sind wiederverwendbar und erlauben Ihnen viele unterschiedliche Gerichte zu zaubern. Ähnlich sieht es mit einer Rotisserie aus. Direkt am Drehspieß können Sie etliche verschiedene Speisen zubereiten. Natürlich gibt es noch wesentlich mehr Zubehör, welches Sie gemeinsam mit dem Keramikgrill nutzen können. Es bleibt also Ihnen überlassen, was Ihnen zusagt und was nicht.

Reinigung – Ein sauberer Keramikgrill

Die Reinigung des Keramikgrills ist essenziell, damit er Ihnen lange erhalten bleibt. Im Regelfall zeigt sich die Säuberung auch sehr simpel, denn Sie müssen nur die Asche aus dem Grill entfernen und gegebenenfalls den Rost sowie den Deflektorstein säubern. Immerhin können sich darauf Fleisch-, Marinaden- oder Fettreste absetzen. Wie Sie genau bei der Reinigung vorgehen müssen, zeigen wir Ihnen.

Schritt 1: Um sich die Reinigung ein wenig zu erleichtern, sollten Sie Ihre Zutaten nicht direkt auf den Grillrost legen. Wir empfehlen, dass Sie jenen vorher gründlich einölen. Dadurch bleibt das Grillgut nicht unschön haften, was Flecken hinterlässt. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, und zwar die bekannten Grillschalen. Das ist auch für die spätere Reinigung praktisch, denn so müssen Sie den Rost nicht ganz so aufwendig sauberschrubben, sondern der Großteil von Fett, Marinade oder Öl befindet sich in der Schale. Nachteilig ist, dass die Grillergebnisse in einer Schale nicht ganz so schön werden. Gerade, wenn Sie die Zutaten räuchern wollen. Es bleibt also Ihnen überlassen, ob Sie Ihren Rost schützen oder nicht. Eingeölt werden sollte er aber immer. Eine Alternative stellt eine handelsübliche Kartoffel dar. Schneiden Sie jene auf und fahren Sie anschließend mit der Schnittfläche über den Rost. Sie wirkt wie ein Trennspray und verhindert die Haftung des Grillguts.

Schritt 2: Die Reinigung des Grills findet natürlich erst statt, wenn er komplett abgekühlt ist. Den Grillrost können Sie vorsichtig herausnehmen und draußen abkühlen lassen. So kann er schon gereinigt werden, während die anderen Teile des Keramikgrills noch heiß sind. Sie benötigen keine besonderen Helfer für die Reinigung des Rosts, sondern altes Zeitungspapier reicht vollkommen aus. Wickeln Sie den Grillrost dafür ins Zeitungspapier und wässern ihn anschließend mit einer Gießkanne oder einem Gartenschlauch. Dadurch erleichtern Sie sich die spätere Reinigung enorm, denn durch das Papier weichen die harten Verkrustungen bereits auf.

Schritt 3: Nachdem der Grillrost ein wenig im feuchten Zeitungspapier gelegen hat, nehmen Sie ihn heraus. Mischen Sie jetzt eine Paste aus einem Beutel Backpulver sowie einer Tasse Wasser an. Es muss eine cremige Masse entstehen. Backpulver ist eine große Hilfe bei der Reinigung, denn es hat einen eiweiß- und fettlösenden Effekt. Geben Sie die Masse auf den Rost und reiben Sie ihn damit ein. Lassen Sie die Creme nun trocknen. Danach müssen Sie den Rost nur noch mit fließendem Wasser abspülen. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten, denn eine Reinigungsmethode kommt direkt vom Grill selbst: Asche. Die Asche, welche sich auf dem Rost abgesetzt hat, dient wie ein sehr feines Schmirgelpapier. Sie müssen den Rost also bei leichten Verschmutzungen nur mit einem feuchten Lappen abschrubben. Haben Sie hingegen noch etwas Kaffeesatz übrig, dann ist das auch eine gute Lösung. Kaffeesatz wirkt nämlich wie die Asche.

Schritt 4: Manchmal haben sich einige hartnäckigere Flecken abgesetzt, welche Sie mit einem einfachen Lappen nicht entfernt bekommen. Nun kann Ihnen eine Bürste helfen. Entscheiden Sie sich immer für eine Edelstahlbürste, denn sie erlaubt eine hohe Reinigungsleistung. Nun ein Tipp: Am besten schrubben Sie den Rost noch während hoher Wärme oder Hitze ab. Jetzt lassen sich Fett- und Fleischreste deutlich leichter entfernen, da diese noch nicht angetrocknet sind. Schützen Sie sich während der Reinigung aber mit passenden Handschuhen.

Schritt 5: Nachdem Sie sich mit dem Grillrost beschäftigt haben, müssen Sie einen Blick in den Feuerraum des Keramikgrills werfen. Hier zeigt sich die Reinigung nicht ganz so einfach, denn es kann sich sehr viel hartnäckiger Schmutz absetzen. Wir empfehlen, dass Sie sich einen Aschesauger zulegen. Er ist sinnvoll, wenn Sie beinah jeden Tag vor dem Grill stehen. Immerhin müssten Sie die Asche ansonsten aufwendig herauskehren, auffangen und entsorgen. Schnell fliegt die Asche im ganzen Garten herum. Das verhindern Sie durch einen Aschesauger. Sie saugen dadurch nicht nur die Asche auf, sondern auch kleine Holzkohlereste, welche noch nicht komplett verglüht sind. Im Anschluss müssen Sie nur den Saugbehälter entleeren, was deutlich unkomplizierter ist. Wir empfehlen, dass Sie sich für ein Modell mit einem Behältervolumen zwischen 12 und 20 Litern entscheiden. Es gibt auch einige Modelle mit sechs Liter Volumen, was aber dazu führt, dass Sie den Behälter öfter ausleeren müssen. Ganz wichtig bei einem Keramikgrill mitten im Garten ist, dass die Zuleitung lang genug ist, damit der Aschesauger auch bis zum Grill reicht.

Schritt 6: Haben Sie die komplette Asche entfernt, können Sie sich mit dem Innenraum beschäftigen. Der Innenraum muss nicht nach jeder Nutzung gesäubert werden. Besonders dann, wenn Sie noch viele Kohlen haben, die Sie wiederverwenden können. Falls Sie aber eine Komplettreinigung wünschen, können Sie mit Backofenspray zur Tat schreiten. Es muss kurz einwirken und löst jetzt einen Großteil der Verschmutzungen. Wichtig ist, dass Sie die Reste des Sprays mit klarem Wasser wegwischen. Ansonsten bleibt ein unangenehmer Geruch im Grill zurück. Deshalb gründlich auswaschen. Auslüften ist jetzt auch eine gute Idee, bevor Sie den Keramikgrill wieder schließen.

Schritt 7: Zum Anschluss befassen Sie sich mit der Außenreinigung. Immerhin können sich auch hier verschiedene Verschmutzungen zeigen. Die Außenreinigung gestaltet sich mit am einfachsten, denn die dortigen Verschmutzungen sind meist nur etwas Staub, Schlamm oder ähnliches. Mit einem Lappen, Wasser sowie ein wenig milder Seife bekommen Sie den Keramikgrill direkt wieder sauber. Vergessen Sie auch die Standfüße nicht, denn gerade jene kommen mit viel Schmutz in Kontakt.

Richtig gelagert – Lange erhalten

Hartgesottene Grillfans schreckt auch die Winterzeit nicht ab, doch die meisten Menschen möchten in der kalten Jahreszeit nicht grillen. Nun ist es wichtig, dass Sie den Keramikgrill richtig verstauen. Schwere Modelle müssen Sie nicht zwangsläufig irgendwo unterstellen, denn das macht nur viel Arbeit. Stattdessen gibt es im Handel passende Überzüge, welche den Grill vor Wind und Wetter schützen. Jene ziehen Sie einfach über den gesamten Grill und Umwelteinflüsse stellen jetzt keine Gefahr mehr dar. Achten Sie dabei auch auf das Spritzwasser von unten. Es trifft zwar meist nur die Standbeine, doch diese sollten dann auch einmal abgewischt werden. Bei kleineren Modellen, oder, wenn Sie den nötigen Platz haben, können Sie jene unterstellen. Ein Gartenhüttchen, die Garage oder auch ein Keller sind eine gute Lösung für den Keramikgrill. Der Vorteil ist, dass Ihr Grill nun komplett vor den Umwelteinflüssen geschützt ist. Das spart Ihnen in der neuen Grillsaison viel Arbeit in Hinblick auf die Reinigung. Außerdem werden die Materialien nicht übermäßig strapaziert. Möchten Sie also lange etwas von Ihrem Keramikgrill haben, dann stellen Sie ihn am besten immer weg.

Die wichtigsten Tipps für den sicheren Umgang

Um die Sicherheit Ihrer Familie und Umgebung zu wahren, gibt es einige Punkte zu beachten. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengefasst, damit Sie sicher mit dem Keramikgrill umgehen können.

Tipp 1

Verwenden Sie einen Keramikgrill niemals in Innenräumen. Selbst, wenn es sich um ein Gasmodell handelt. Die Belüftung in Innenräumen ist nicht ausreichend und es kann zu gewissen Gefahren kommen

Tipp 2

Nutzen Sie Ihren Keramikgrill im Außenbereich, wie beim Camping oder Picknick, sollten Sie immer auf die örtlichen Verordnungen achten. Vielleicht ist das Grillen nicht erlaubt oder Sie müssen andere Vorschriften einhalten.

Tipp 3

Möchten Sie den Grill anzünden, verwenden Sie auf keinen Fall flüssigen Grillanzünder oder andere brennbare Flüssigkeiten. Zu schnell verwandelt sich das Keramik-Ei in einen kleinen Feuerball. Lassen Sie sich lieber Zeit beim Anzünden.

Tipp 4

Entfernen, Versetzen oder Reinigen Sie den Feuerkorb niemals, solange dieser noch heiß ist. Auch, wenn die Kohlen bereits kalt aussehen, könnte sich unter jenen noch Glut befinden. Prüfen Sie deshalb zunächst, ob auch wirklich alles kalt ist.

Tipp 5

Berühren Sie niemals die Außenhülle des Grills. Zwar sind viele Modelle gut abgedichtet, dennoch könnte sich die Außenhülle aufheizen. Darauf sollten auch Kinder achten

Tipp 6

Heben Sie den Grillrost nie ohne geeignete Hilfsmittel an. Das ist besonders wichtig, denn der Keramikgrill in Einsatz ist. Immerhin kann der Grillrost sehr heiß sein, weshalb verschiedene Hilfsmittel das Verbrennen verhindern.

Letzte Aktualisierung am 9.10.2020 um 14:17 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Produkt Advertising API