testbericht
Die Luftfeuchtigkeit im Blick mit dem Hygrometer
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie feucht eine Räumlichkeit ist? Gewiss erst, wenn die Feuchtigkeit so weit gestiegen oder gefallen ist, dass es für Sie unangenehm ist. Doch schon davor sollten Sie die Raumfeuchte regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls regulieren. Immerhin kann eine zu hohe oder niedrige Feuchtigkeit zu einem Problem werden. Ein Hygrometer ist jetzt eine große Hilfe, denn mit diesem kleinen Gerät können Sie die Feuchtigkeit eines Raums messen. Was Sie alles zum Hygrometer wissen müssen, haben wir zusammengefasst.

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Was ist eigentlich ein Hygrometer?

Weshalb benötigen Sie ein Hygrometer?

Gemessen und was nun?

Das ist beim Hygrometer wichtig

Wohin mit dem Hygrometer?

Zubehör – Welches gibt es?

Hygrometer im Einsatz: Kalibrieren, einstellen und eichen

Die unterschiedlichen Arten von Hygrometern

Was ist eigentlich ein Hygrometer?

Bevor wir uns mit den vielen feinen Details beschäftigen, wollen Sie mit Sicherheit wissen, was ein Hygrometer genau ist. Es handelt sich um ein Messgerät, mit welchem Sie die Luftfeuchtigkeit messen können. Die Luftfeuchtigkeit ist dabei der Anteil von Wasserdampf, welcher sich in Ihrer Umgebungsluft befindet. Wie viel Wasserdampf die Luft aufnehmen kann, hängt immer von der Temperatur ab. Ein gutes Beispiel dafür ist der Sommer. Im Sommer kann es zu einer schwülen Hitze kommen, was bedeutet, dass die Luft gerade übersättigt mit Wasserdampf ist. Das heißt, je wärmer es wird, desto mehr Feuchtigkeit kann die Luft aufnehmen. Experten sprechen von der „relativen Luftfeuchte“. Jene beschreibt das Verhältnis zwischen dem maximalen und aktuellen Wassergehalt in der Luft. Sie können dahingehend aber auch vom „Sättigungsgrad“ sprechen. Ein Beispiel: Hat ein Raum eine relative Luftfeuchte von 100 Prozent, heißt das, dass die Luft das Maximum an Wasserdampf aufgenommen hat. Genau jetzt kommt das Hygrometer ins Spiel, denn mit diesem einfachen Gerät können Sie die aktuelle Luftfeuchtigkeit messen. Dafür gibt es viele unterschiedliche Methoden.

Temperatur:
Wir haben schon angesprochen, dass die Temperatur den maximalen Anteil des aufgenommenen Wasserdampfs massiv beeinflusst. Insofern kann die Luft bei hohen Temperaturen mehr Wasser aufnehmen als bei niedrigen. So kann 10 Grad kühle Luft etwa 9 Gramm Wasser pro Kubikmeter aufnehmen, wohingegen 23 Grad warme Luft direkt 20 Gramm aufnehmen kann.

Weshalb benötigen Sie ein Hygrometer?

Die Luftfeuchtigkeit ist deutlich wichtiger, als Sie im ersten Moment denken. Immerhin kann sowohl eine zu niedrige als auch hohe Luftfeuchtigkeit den Körper und Geist beeinflussen. Es kommt zu Beeinträchtigungen, die Sie oftmals anderen Faktoren zuschreiben, dabei ist es einfach eine zu hohe oder niedrige Luftfeuchtigkeit. Wir zeigen Ihnen, was passieren kann, schlägt das Hygrometer zu stark nach einer Seite aus.

Empfehlung:

Bresser Thermometer Hygrometer Temeo Hygro Indicator 3er Set zum Aufstellen oder zur Wandmontage mit Raumklima-Indikator

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  • Das 3er Indikator Set ist Thermometer und Hygrometer zugleich. Es dient zur Kontrolle des Raumklimas und zur Vorbeugung gegen Schimmelbildung. Die Thermo/Hygrometer können sowohl mit dem integrierten Standfuß aufgestellt, als auch aufgehängt werden.
  • Das Raumklima-Level wird neben den Werten zur Innentemperatur und Luftfeuchtigkeit durch ein Smiley Symbol dargestellt. Die Temperatur wird in °C angegeben.
  • Mit dem praktischen 3er Set lassen sich gleich mehrere Räume kontrollieren und somit vor übermäßiger Feuchtigkeitsbildung schützen

Zu hohe Luftfeuchtigkeit

Auf zu hohe Luftfeuchtigkeit treffen Sie meist in der Sommerzeit, denn nun kann die warme Luft wesentlich mehr Wasserdampf aufnehmen. Dabei ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit eine große Gefahr, besonders für Möbel, das Mauerwerk und andere Materialien. Der Grund ist, dass sich die Luftfeuchtigkeit wie eine feuchte Schicht absetzt und nun zu Beschädigungen führen kann. Besonders häufig kommt es vor, dass die Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringt und hier die Bildung von Schimmel fördert. Oftmals bemerken Sie das gar nicht, denn der Schimmel bildet sich zunächst im Mauerwerk. Erst, wenn jener schon ordentlich gewachsen ist, zeigt sich dieser auch an der Tapete. Ihre Möbel werden sich ebenfalls nicht über die hohe Feuchtigkeit freuen. Die Feuchtigkeit setzt sich auf dem Material ab und auch hier kann sich Schimmel bilden. Es kann aber auch zu unschönen Flecken oder dem Aufquellen des Materials kommen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist aber eine Wohltat für Hausstaubmilben. Jene sind oftmals in verschiedenen Textilen zu finden, wobei sie sich von den abgestorbenen Hautschuppen der Menschen ernähren. Ist es jetzt noch schön warm und feucht, vermehren sich die Schädlinge in rasender Geschwindigkeit. Nun kann es auch zu Allergien kommen, denn nach dem Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) leiden etwa 10 bis 15 Prozent der Deutschen an einer Milbenallergie, welche sich durch Augenreizungen, Dauerschnupfen bis hin zu Asthma zeigt.

Zu niedrige Luftfeuchtigkeit

Nicht nur eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ist schädlich, sondern auch eine zu niedrige. Zu trockener Raumluft kommt es meist im Winter, denn durch die kühlen Temperaturen kann die Luft nicht mehr so viel Feuchtigkeit aufnehmen. Das wirkt sich auf Ihren Körper aus, denn dauerhafte Trockenheit hat viele Folgen. Ein kleiner Überblick der Symptome, welche häufig mit trockener Raumluft zusammenhängen: Trockene Haut, Verspannungen der Muskeln, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Allergien, juckende oder brennende Augen, trockene Nase, gereizte Schleimhäute, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen oder auch Erkältungssymptome. Noch gefährlicher wird es, wenn Sie bereits an diversen Erkrankungen leiden, wie Asthma. Die trockene Raumluft kann sich darauf negativ auswirken. Insofern ist trockene Luft eher wenig gefährlich für Ihre Möbel oder das Mauerwerk, dafür aber umso gefährlicher für Sie.

Das ideale Raumklima
Damit Sie sich in einer Räumlichkeit wohlfühlen, muss sie nicht nur die optimale Temperatur besitzen, sondern auch die perfekte Luftfeuchtigkeit. Jene kontrollieren Sie einfach mit einem Hygrometer. Zu beachten ist, dass sich die Luftfeuchtigkeit sowie Temperatur je nach Raum verändern. Beginnen wir mit dem Badezimmer, denn hier sind Temperaturen von 20 bis 23 Grad ideal. Die Raumfeuchte ist die höchste im ganzen Haus, was nicht überraschend ist. Immerhin steigt die Feuchtigkeit durchs Händewaschen, duschen sowie baden an. Deshalb sind 50 bis 70 Prozent optimal. Daraufhin folgen die Wohnräume sowie das Arbeitszimmer. Auch hier sind 20 bis 23 Grad angenehm, wobei die Feuchtigkeit nun auf 40 bis 60 Prozent sinken sollte. Genauso wie es mit Kinderzimmern aus. Im Schlafzimmer empfehlen wir hingegen niedrigere Temperaturen von 17 bis 20 Grad. Die Feuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. In der Küche ist es hingegen normal, dass die Feuchtigkeit etwas zunimmt. Sie sollte aber 60 Prozent nicht überschreiten und 40 Prozent nicht unterschreiten. Die Temperaturen können zwischen 18 und 20 Grad liegen. Kommen wir zum Flur, denn dieser muss nicht sonderlich warm sein. 15 bis 18 Grad sind vollkommen in Ordnung. Auch hier sollten Sie eine Raumfeuchte zwischen 40 und 60 Prozent messen. Zum Abschluss beschäftigen wir uns mit dem Keller, denn jener wird oftmals vergessen. 10 bis 15 Grad sind vollkommen ausreichend. Die Raumfeuchte steigt leicht auf 50 bis 65 Prozent an. Versuchen Sie also gemeinsam mit einem Hygrometer immer die hier genannten Werte zu erreichen, damit es Ihnen an nichts mangelt.

Gemessen und was nun?

Haben Sie das Hygrometer korrekt eingesetzt und festgestellt, dass der Wert zu hoch oder niedrig ist, sollten Sie etwas unternehmen. Immerhin dient das Hygrometer nicht nur zur Kontrolle, sondern auch später zum Ausgleich. Über den Helfer können Sie nämlich ablesen, ob Ihre Maßnahmen gefruchtet haben. Nun kommt es natürlich darauf an, ob eine zu trockene oder feuchte Raumluft herrscht. In beiden Fällen zeigen wir Ihnen, was Sie unternehmen können. Halten Sie dabei immer Ihr Hygrometer bereit, um die Maßnahmen zu kontrollieren.

Luftfeuchtigkeit senken

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ist gefährlich, wie wir bereits erwähnt haben. Deshalb müssen Sie jene senken, wobei Sie verschiedene Maßnahmen ergreifen können. Einer der einfachsten Lösungen ist das regelmäßige Lüften. Wir sprechen dabei vom vollständig geöffneten Fenster und nicht der gekippten Variante. Schalten Sie währenddessen alle Heizkörper aus und lassen Sie den Raum für etwa 25 Minuten durchlüften. Am besten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, denn nun kommt nicht viel Hitze in den Raum. Dadurch senkt sich nicht nur die Luftfeuchtigkeit, sondern Sie erhalten auch frischen Sauerstoff. Im Winter wollen Sie gewiss nur bedingt das Fenster für eine knappe halbe Stunde öffnen, weshalb Sie auch mit Salz nachhelfen können. Dafür einfach in eine Schüssel etwa vier Zentimeter hoch Salz füllen und in den Raum stellen. Das Salz zieht die Feuchtigkeit an und schließt jene in den Salzkörnern ein. Das heißt, dass Sie die Schüssel in regelmäßigen Abständen mit neuem Salz befüllen müssen. Möchten Sie kein Salz verschwenden, können Sie auch zu Katzenstreu greifen. Im Winter gibt es aber noch mehr Möglichkeiten, wie die Anschaffung eines Luftentfeuchters. Das elektrische Gerät entfeuchtet die Luft bis zu einem bestimmten Punkt. Zusätzlich sollten Sie vermeiden, in der jeweiligen Räumlichkeit Wäsche aufzuhängen, Aquarien oder Terrarien zu betreiben und einen Zimmerbrunnen zu benutzen.

Luftfeuchtigkeit steigern

Sie haben das gegenteilige Problem, dass Ihr Raum zu trocken ist? Gerade Zimmerpflanzen sind jetzt eine große Hilfe, denn nicht nur über das regelmäßige Gießen steigt die Raumfeuchtigkeit, sondern auch beim Besprühen der Blätter. Es setzen sich kleine Wassertropfen ab, welche nun verdunsten und das komplette Raumklima verbessern. Doch auch alles andere, was irgendwie mit Feuchtigkeit zu tun hat, kann die Luftfeuchtigkeit steigern. Beispielsweise feuchte Wäsche, Geschirr spülen oder auch der Wäschetrockner. Wünschen Sie sich hingegen eine originelle Raumdekoration, sollten Sie zu einem Zimmerbrunnen greifen. Er sieht nicht nur schön aus und hat ein beruhigendes Plätschern, sondern es wird auch Feuchtigkeit an die Luft abgegeben. Eine etwas günstigere Lösung ist, wenn Sie ein kleines Schälchen mit Wasser füllen und es auf die eingeschaltete Heizung stellen. Das Wasser verdampft langsam und die Raumfeuchtigkeit steigt. Im Grunde können Sie alles in den Raum verlegen, was irgendwie mit Feuchtigkeit zu tun hat. Noch einfacher ist ein Raumbefeuchter. Er gibt direkt Feuchtigkeit an die Luft ab und sorgt dafür, dass Sie sich im Raum wohlfühlen. Es gibt sogar einige Produkte, welche direkt mit einem eingebauten Hygrometer daherkommen. So müssen Sie sich kein separates Modell kaufen. Dennoch empfehlen wir Ihnen, dass Sie nicht auf ein Hygrometer verzichten. Ansonsten hätten Sie gar nicht herausgefunden, dass Sie eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit besitzen.

Das ist beim Hygrometer wichtig

Gewiss ist die Aufgabe hinter einem Hygrometer immer dieselbe, dennoch gibt es große Unterschiede beim Kauf. Wichtig ist deswegen, dass Sie nicht einfach zugreifen und sich für irgendein Hygrometer entscheiden, sondern schauen Sie sich unsere verschiedenen Testkriterien an. Nur so finden Sie ein Hygrometer, welches perfekt zu Ihrem Bedarf passt.

Bedürfnisse: Am Anfang jeder Suche nach einem Hygrometer steht die Frage, was Sie eigentlich von dem Gerät erwarten. Was soll das Hygrometer können, wo kommt es zum Einsatz, benötigen Sie irgendwelche Zusatzfunktionen oder haben Sie ein preisliches Budget? Je mehr Sie über das Hygrometer wissen, desto genauer können Sie später suchen. Außerdem fällt es Ihnen deutlich leichter, dass Sie anschließend Geräte aussortieren, welche nicht zu Ihnen passen. Schreiben Sie sich deshalb am besten auf, was Ihr Hygrometer mitbringen muss. Erst dann sollten Sie sich auf die Suche begeben.

Betriebsart: Sie können sich zwischen analog oder digital entscheiden, wobei beide Arten Ihre Vor- und Nachteile haben. In Hinblick auf den Preis sparen Sie meist bei den analogen Modellen. Auch im Betrieb, denn Sie benötigen keine Batterien oder etwas Ähnliches. Die digitale Variante hat hingegen den Vorteil, dass Sie nicht nur ein Hygrometer erhalten, sondern meist noch weitere Funktionen, wie die Messung der Zimmertemperatur. Wünschen Sie sich also eine kleine Station mit vielen unterschiedlichen Funktionen, dann sind Sie beim digitalen Gerät an der richtigen Adresse. Bedenken Sie aber, dass solche Produkte mehr Geld kosten. Auch im Betrieb, denn nun benötigen Sie passende Batterien. Ob einer der beiden Arten also besser oder schlechter ist, kann nicht beurteilt werden. Es kommt ganz auf Ihre persönlichen Vorlieben an.

Messung: Wir haben bereits zahlreiche Methoden vorgestellt, wie die Luftfeuchtigkeit in einem Raum gemessen werden kann. Welche Art Sie am Ende nutzen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Zum Beispiel ist die Salz-Methode für ihre genauen Messwerte bekannt. Insofern ist es am wichtigsten, dass eine hohe Messgenauigkeit vorliegt. Zu Hause wäre es natürlich kein Problem, würden die Werte ein wenig abweichen, doch in anderen Einrichtungen schon. Zum Beispiel im Labor oder in Museen. Schon geringe Abweichungen von der tatsächlichen Luftfeuchtigkeit können gefährlich sein. Von daher hängt die Messgenauigkeit davon ab, wo Sie das Hygrometer einsetzen wollen. Hinsichtlich der Messung müssen Sie aber auch die Reaktionsgeschwindigkeit des Zeigers beachten. Das bedeutet, wie schnell reagiert der Zeiger auf Veränderungen in der Luftfeuchtigkeit? Jetzt ist es hervorragend, wenn besonders schnell reagiert wird. So sehen Sie schon kleinste Veränderungen sofort. Je länger der Zeiger benötigt, desto ungeeigneter ist das Hygrometer für den professionellen Einsatz. Hierbei gilt, dass eine langsame Reaktionszeit in Privathaushalten meist kein Problem darstellt.

Messbereich: Zusätzlich zur Zeigergeschwindigkeit sowie der Genauigkeit ist darauf zu achten, welchen Messbereich das Gerät anbietet. Im Idealfall kaufen Sie ein Hygrometer, welches Ihnen von 0 bis 100 Prozent anzeigt, wo die aktuelle Raumfeuchte liegt. Wünschen Sie sich ein Kombigerät, also ein Hygrometer kombiniert mit einem Thermometer, dann achten Sie noch darauf, dass die Temperatur sowohl ausreichend in den Plus- als auch Minusbereich geht. Im Haushalt ist das nicht ganz so wichtig, denn oftmals pendeln sich die Messgeräte beim selben Wert ein. Das heißt, in Ihrem Haus wird es wohl kaum zu einer Raumfeuchtigkeit von 10 Prozent oder -10 Grad kommen. In einem solchen Fall ist ein ganz so weiter Messbereich nicht notwendig, kann aber von Vorteil sein.

Handhabung: Die Handhabung setzt sich aus zwei Punkten zusammen. Auf der einen Seite haben Sie die Anwendung des Geräts, also wie Sie jenes aufstellen oder aufhängen. Auf der anderen Seite der Handhabung finden Sie die Ablesbarkeit der Werte. Beginnen wir mit der Installation. Die meisten Produkte sind auf eine Wandaufhängung ausgelegt, denn darüber können Sie besonders leicht die Werte ablesen. Wichtig ist, dass das Hygrometer eine gute Befestigungsbasis liefert, damit das Gerät aus Versehen nicht herunterfällt. Praktisch ist auch, wenn Sie jenes aufstellen können. Dafür muss ein Standfuß vorliegen, der garantiert, dass das Hygrometer nicht umfällt. Gut sind kleine Gumminoppen auf der Unterseite, damit Stöße und Schläge nicht zum direkten Umfallen oder Verrutschen führen. Als Nächstes befassen wir uns mit der Ablesbarkeit. Zu empfehlen sind große und deutliche Symbole, wodurch Sie nicht immer direkt vor dem Hygrometer stehen müssen, um es abzulesen. Bedenken Sie dabei auch die Striche, denn nur jene geben Aufschluss darüber, wo sich der Zeiger gerade befindet. Apropos Zeiger, denn jener sollte groß genug sein, damit Sie genau erkennen, wohin die Spitze zeigt. Selbstverständlich können Sie sich auch für die digitale Variante entscheiden. Nun sollten die Zahlen groß genug sein, um jene auch quer durch das Zimmer ablesen zu können. Gut ist, wenn nicht zu viele Angaben auf dem Display zu sehen sind, denn schnell verwirren diese.

Wertigkeit: Sie können nichts mit dem Hygrometer anfangen, wenn es nicht eine hohe Qualität mitbringt. Schauen Sie sich das Gerät deshalb ganz genau an und lassen Sie sich weder vom Preis noch den Funktionen ablenken. In erster Linie ist es wichtig, dass das Hygrometer hochwertig verarbeitet ist. Gerne sparen Hersteller an allen Ecken und Enden, was dazu führt, dass Sie das Hygrometer schon bald austauschen müssen. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache, weshalb eine genaue Prüfung der Wertigkeit essenziell ist. Schauen Sie sich dabei Punkte wie Material, Verarbeitung, Aufhängung und Ähnliches an. Je genauer Sie das Hygrometer unter die Lupe nehmen, desto eher gehen Sie sicher, dass es hochwertig verarbeitet ist.

Betrieb: Es gibt heute zwei Arten von Hygrometern: Jene, welche mit Batterien betrieben werden und diejenigen, welche auf Batterien verzichten. Gewiss gibt es auch einige Modelle, die mit einem Kabelanschluss arbeiten, doch die meisten Hersteller setzen auf Batterien oder keine. Welches Angebot komplett auf Batterien verzichtet? Das ist bei den präzisen Haar-Hygrometern der Fall. Sie benötigen keine Batterien und sind somit im Betrieb überaus sparsam. Bei den meisten anderen benötigen Sie Batterien, wobei es auch hier enorme Unterschiede gibt. Einige Geräte benötigen die großen 9-Volt-Blockbatterien, hingegen andere die kleinen AAA-Batterien. Es ist durchaus sinnvoll, sich vorher zu informieren, welche Batterien benötigt werden. Gerade Knopfzellen sind in den letzten Jahren beliebter geworden, doch jene sind relativ teuer. Informieren Sie sich aus diesem Grund frühzeitig über die Stromversorgung.

Qualität:
Machen Sie nicht den Fehler und verwechseln Sie die Qualität der Batterie mit der Qualität des Messgeräts. Es gibt durchaus hochwertige Geräte, welche auf die eher günstigen 9-Volt-Blockbatterien zurückgreifen. Insofern ist die Batterie lediglich die Energieversorgung und hat nicht wirklich etwas mit der Messqualität zu tun.

Einsatzort: Der Einsatzort spielt ebenso eine große Rolle, denn je nach Ort kann es zu verschiedenen Ansprüchen an das Gerät kommen. Zum Beispiel wünschen Sie sich mit Sicherheit im Wohnzimmer ein Gerät, welches gut aussieht und zugleich die Raumfeuchtigkeit misst. Dementsprechend sind elegante Hygrometer die deutlich bessere Wahl. In kleinen Räumlichkeiten sollten Sie hingegen auf kompakte Modelle zurückgreifen. Sie benötigen nicht viel Platz und dennoch können Sie die Luftfeuchtigkeit ablesen. Auch im Kinderzimmer ist das eine gute Lösung, denn so passiert es nicht, dass Kinder das Gerät allzu interessant finden. Im Keller ist die Optik des Hygrometers hingegen unwichtig. Immerhin sind Sie kaum im Keller und Sie machen sich dabei auch keine großen Gedanken darüber, ob das Hygrometer hier gut aussieht oder nicht. Dennoch empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich nicht allzu sehr von dem Design leiten lassen. Zwar macht sich ein schickes Hygrometer hervorragend in Ihren Räumlichkeiten, doch deutlich wichtiger ist, dass es genau misst und die Messungen schnell anzeigt.

Hersteller: Der Hersteller ist wichtiger, als Sie vielleicht denken. Warum? Sollte es einmal zu Problemen mit dem Hygrometer kommen oder Sie haben Fragen zu den Funktionen, sollten Sie jemanden haben, an den Sie sich direkt wenden können. Das ist der Hersteller, denn er sollte Ihnen zur Seite stehen. Leider ist das nicht immer der Fall, denn es gibt auch viele schwarze Schafe in dem Bereich. Gerade bei Billigprodukten ist es keine Seltenheit, dass Sie nur die gesetzliche zweijährige Gewährleistung erhalten. Auf eine Garantie wird verzichtet. Sollten Sie also einmal Probleme mit Ihrem Hygrometer haben, erhalten Sie keine Hilfe. Umso wichtiger ist, dass Sie einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich den Produzenten ganz genau anschauen. Besonders vorteilhaft zeigt sich eine Garantie. Doch Vorsicht, lassen Sie sich nicht einfach von einer Garantie um den Finger wickeln, sondern achten Sie auf die enthaltenen Leistungen. Gerne wird mit einer jahrelangen Garantie geworben, die aber nur wenige Leistungen abdeckt. So haben Sie zwar eine Garantie, die Ihnen aber nichts nutzt. Informieren Sie sich aus diesem Grund ausführlich über den Hersteller.

Preis: Hauptsache günstig ist für viele Interessenten die Devise, dabei ist das nicht immer der richtige Weg. Selbstverständlich gibt es auch gute Produkte, die nicht viel Geld kosten, doch zu leicht lassen Sie sich allein vom Preis leiten. Sie achten lediglich auf die Kosten und vergessen dabei all die anderen Punkte, welche wir Ihnen genannt haben. Deswegen geben wir Ihnen einen Rat mit auf den Weg: Ignorieren Sie die Kosten. Das ist am Anfang schwer, doch eigentlich wollen Sie in erster Linie ein Hygrometer, welches punktgenau und schnell misst. Jetzt wäre es weniger nützlich, wenn Sie allein auf den Preis achten. Lediglich, wenn Sie ein bestimmtes Budget haben, sollte jenes eingehalten werden. Ihnen helfen dabei viele Online-Shops weiter, denn da können Sie genau eingeben, wie viel Geld Sie maximal ausgeben wollen. So rückt der Preis schnell in den Hintergrund. Erst, wenn Sie all die Funktionen geprüft haben, werfen Sie einen Blick auf den Preis. Jetzt haben Sie noch immer die Möglichkeit, dass Sie sich für das günstigste Hygrometer entscheiden.

Wohin mit dem Hygrometer?

Der richtige Standort des Hygrometers ist essenziell, da ansonsten keine korrekten Messungen durchgeführt werden können. Leicht zeigt das Gerät einen komplett anderen Wert an, als eigentlich im Raum herrscht. Beim Aufstellort des Hygrometers müssen Sie deshalb darauf achten, dass Sie es nicht in direkter Nähe zu einer Heizung platzieren. Die Heizung verdampft Wasser und dadurch könnte sich das Messergebnis massiv von der Wirklichkeit unterscheiden. Ähnlich sieht es mit einem Fenster aus. Über die feinen Rillen könnten geringe Mengen Feuchtigkeit eindringen, die sich aber nicht wirklich auf das Raumklima auswirken. Da das Hygrometer aber direkt am Fenster steht, wird diese Feuchtigkeit wahrgenommen und somit in den Messergebnissen widergespiegelt. Auch Sonneneinstrahlung ist gefährlich. Achten Sie beim Standort also auf einen Platz, weder beim Fenster noch der Heizung, welcher nicht direkt im Sonnenlicht liegt.

Außerdem müssen Sie einige Geräte nach dem Transport kalibrieren, wie es bei einem Haar-Hygrometer der Fall ist. Das ist über die kleinen Einstellschrauben auf der Rückseite möglich. Wie genau Sie das Hygrometer neu kalibrieren, wird Ihnen in der Bedienungsanleitung beschrieben. Denken Sie daran, wenn Sie das Gerät einmal umstellen sollten. Durch Erschütterungen kann es nämlich passieren, dass die Kalibrierung nicht mehr richtig ist. Jetzt müssen Sie das Hygrometer neu einstellen. Außerdem kann es geschehen, dass sich elektronische Hygrometer im Laufe der Zeit verstellen. Auch jetzt ist eine Neu-Kalibrierung notwendig.

Der Möbelstandort beeinflusst das Hygrometer

In Hinblick auf den perfekten Standort des Hygrometers müssen Sie sich auch mit Ihren Möbeln befassen. Je nach Aufstellort der Möbel kann es nämlich zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit kommen. Das ist besonders bei Häusern gegeben, wo die Wände nicht sonderlich gut gedämmt sind. In einem solchen Fall sollten Sie darauf achten, dass Sie die Möbel nicht direkt an die Außenwände stellen. Lassen Sie am besten zehn Zentimeter Platz zwischen der Wand und dem Möbelstück. Weshalb das so wichtig ist? Stehen die Möbel zu dicht an der Wand, kann die Luft nicht richtig zirkulieren. Das führt wiederum dazu, dass sich mit der Zeit immer mehr Feuchtigkeit absetzt. Jene Feuchtigkeit trägt nun zur Luftfeuchtigkeit bei, welche Sie über das Hygrometer ablesen. Haben Sie Pech, bildet sich langsam Schimmel in den Wänden oder auf der Rückseite der Möbel. Lassen Sie deshalb bei alten Gebäuden oder Häusern mit schlechter Dämmung immer etwas Platz zwischen Möbelstück und Wand.

Zubehör – Welches gibt es?

Zubehör gibt es für das Hygrometer nicht wirklich. Immerhin ist es nur ein kleines Gerät, welches die Luftfeuchtigkeit misst. Allerdings gibt es einige interessante Hilfsmittel, welche das Hygrometer unterstützen können. Die Rede ist von Luftbefeuchtern oder -entfeuchtern. Hierbei kommt es natürlich darauf an, ob Ihre Raumluft zu feucht oder trocken ist. Die Geräte kosten nicht viel Geld und müssen einfach nur mit dem Stromkreislauf verbunden werden. Schon entfeuchten oder befeuchten sie den Raum, sodass ein angenehmes Klima entsteht.

Welchen Be- oder Entfeuchter Sie sich zulegen, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Es gibt aber auch einige Alternativen, wie zum Beispiel eine Schüssel mit Salz oder Wasser. Ebenfalls vorteilhaft ist, wenn Sie das Hygrometer mit einem Thermometer verbinden. Über das Thermometer können Sie die aktuelle Raumtemperatur ablesen. So erkennen Sie schnell, dass es im Raum vielleicht zu warm ist, weshalb die Luftfeuchtigkeit steigt. Es gibt aber auch Angebote im Handel, zumeist die digitale Variante, welche ein Thermometer direkt eingebaut haben. Dadurch haben Sie alles an einem Ort und erkennen sofort, wenn Sie irgendwelche Änderungen vornehmen müssen.

Ein Einblick in die Geschichte
Obwohl das Gerät recht neu wirkt, liegt deren Ursprung im Mittelalter. Schon damals wurden erste Messung zur Bestimmung der Wetterverhältnisse durchgeführt. Dafür kamen viele unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, wobei die Ergebnisse in den meisten Fällen eher unzureichend waren. Sehr beliebt waren Pflanzen, um das Wetter vorherzusagen. Auch heute nutzen noch einige Bewohner in Südfrankreich die feinen Blütenstängel der getrockneten Korbblütler. Durch jene soll regnerisches Wetter vorhergesagt werden. Das erste Hygrometer ist hingegen auf den Schweizer Naturwissenschaftler Horace Bénédict de Saussure zurückzuführen. 1783 entwickelte er das erste Haar-Hygrometer. Zum Einsatz kam ein feines, blondes Frauenhaar, welches sich anschließend je nach Feuchtigkeit in der Luft zusammenzog oder ausdehnte. Aber auch der britische Chemiker sowie Physiker John Frederic Daniell spielte in Hinblick auf das Hygrometer eine wichtige Rolle. Im Jahr 1820 entwickelte der Forscher nämlich ein neues Verfahren, mit dem er die Luftfeuchtigkeit über den Taupunkt messen konnte. Erwähnt werden muss aber auch der Astronome Wilhelm Klinkerfues, welcher 1877 ein Hygrometer erfand, welches mit zwei gespannten Haaren funktionierte. Im Jahr 1887 folgte ebenso durch Richard Aßmann das erste Psychometer. Über die Jahre haben sich die Hygrometer weiterentwickelt und schon bald kamen auch die digitalen Varianten auf. Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie heutzutage aus einem großen Angebot an Hygrometer auswählen können.

Hygrometer im Einsatz: Kalibrieren, einstellen und eichen

Zunächst muss erwähnt werden, dass Sie bei einem digitalen Hygrometer den Vorteil haben, dass keine Kalibrierung oder etwas ähnliches erforderlich ist. Stattdessen müssen Sie dem Gerät nur etwas Zeit geben. Es benötigt eine Weile, bevor es die tatsächliche Luftfeuchtigkeit anzeigen kann. Anders ist es bei analogen Produkten, denn jene müssen Sie mindestens zweimal im Jahr neu kalibrieren. Ansonsten passiert es schnell, dass Sie einen falschen Wert der Luftfeuchtigkeit ablesen. Der erste Schritt der Kalibrierung ist, dass Sie sich mit dem Gerät vertraut machen. Lesen Sie am besten die Bedienungsanleitung, wie Sie bei der Einstellung vorgehen müssen. Ansonsten ist es schnell passiert, dass Sie irgendeinen Fehler machen. Außerdem haben Sie den Vorteil, dass Sie beim nächsten Mal genau wissen, wie Sie vorgehen müssen. So kostet Sie die Kalibrierung anschließend nur noch wenige Sekunden. Um die eigentliche Kalibrierung vorzunehmen, gibt es zwei Methoden. Wir stellen Ihnen beide vor.

1. Lappenmethode

Für die erste Methode benötigen Sie nur einen feuchten Lappen sowie eine Plastiktüte. Zunächst wickeln Sie das komplette Hygrometer für etwa eine Stunde in den nassen Lappen ein. Auch ein Handtuch oder ähnliches ist möglich, solange jene schön feucht sind. Noch bessere Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie nicht nur den Lappen um das Hygrometer wickeln, sondern beides auch noch in eine Plastiktüte packen. Dadurch bleibt die Feuchtigkeit gleichmäßig und außerdem trocknet der Lappen nicht so schnell. Nach der Stunde stellen Sie das Hygrometer schnellstmöglich auf eine relative Luftfeuchtigkeit von 98 Prozent ein. Achten Sie währenddessen darauf, dass kein Luftzug herrscht und zusätzlich, dass sich die Temperatur nicht verändert. Im Anschluss können Sie das Gerät wie gewohnt nutzen. Wir empfehlen aber, dass Sie jenes vorher noch einmal abtrocknen.

2. Salzmethode

Eine andere Möglichkeit ist die Salzmethode. Sie ist ebenfalls recht einfach und wird von vielen Experten empfohlen. Für diese Methode benötigen Sie ein Schnapsglas, etwas Wasser, eine verschließbare Box oder einen Folienbeutel sowie Salz. In ein Schnapsglas geben Sie etwa einen Esslöffel Salz. Danach einige Tropfen Wasser hinzufügen und beides verrühren. Das Schnapsglas stellen Sie nun in die Box oder auch den Beutel. Platzieren Sie dahinein das Hygrometer und verschließen Sie die Box/den Beutel. Wichtig ist, dass keine Luft mehr von außen eindringen kann. Achten Sie auch bei dieser Methode darauf, dass eine konstante Temperatur besteht. Nach ca. acht Stunden können Sie das Hygrometer herausholen. Stellen Sie es jetzt auf eine Luftfeuchtigkeit von etwa 75 Prozent ein.

Neben den oben genannten zwei Methoden gibt es aber auch Geräte, welche Sie nicht selbst kalibrieren können. Solche Hygrometer müssen professionell geeicht werden. In einem solchen Fall müssen Sie auf einen sogenannten „gewerblichen Kalibrierdienst“ zurückgreifen. Solche Unternehmen sind darauf ausgelegt, Hygrometer zu eichen. Der Vorteil ist, dass deren Messverfahren nahezu fehlerfrei sind, weshalb Sie besonders genaue Werte erhalten. Dafür ist der Dienst aber nicht kostenlos. Für ein simples Heimhygrometer reicht es aber aus, wenn Sie die beiden oben beschriebenen Verfahren nutzen.

Die unterschiedlichen Arten von Hygrometern

Das erste Hygrometer war mit einem blonden Frauenhaar ausgestattet, doch es haben sich immer mehr Modelle etabliert. Heute gibt es etliche Verfahren, wie die Luftfeuchtigkeit eines Raums festgestellt werden kann. Eine Frage schwirrt Ihnen dabei bestimmt im Kopf herum: Für welches Verfahren soll ich mich entscheiden? Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Arten mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

1. Echthaar-Hygrometer

Ein wahrer Klassiker unter den Angeboten ist das sogenannte Echthaar-Hygrometer. Es basiert auf dem ersten Hygrometer, welches je erfunden wurde. Das Echthaar-Hygrometer fällt unter dem Bereich der Absorptionshygrometer. Vielleicht haben Sie schon einmal bemerkt, dass sich Haare je nach Feuchtigkeit verändern. Genau dieses Prinzip macht sich das Hygrometer zunutze. Als sogenanntes hygroskopisches Material kommen deshalb Menschenhaare zum Einsatz. Der größte Vorteil dieser Methode ist, dass sie sehr genaue Messergebnisse bietet. Außerdem kann die Luftfeuchtigkeit leicht abgelesen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass kontinuierliche Messungen möglich sind. Sobald sich die Struktur des Haars verändert, lesen Sie das über das Hygrometer ab. Batterien benötigen Sie dafür keine. Nachteilig ist, dass Sie das Hygrometer von Zeit zu Zeit neu kalibrieren müssen. Auch die Kosten sprechen gegen das Haar-Hygrometer.

2. Spiral-Hygrometer

Möchten Sie Geld sparen, sollten Sie sich für das Spiral-Hygrometer entscheiden. Im Vergleich zur Echthaar-Methode ist es deutlich günstiger und daher gut für Privathaushalte geeignet. Auch das Spiral-Angebot fällt unter die Absorptionshygrometer. Jedoch kommt nun kein Menschenhaar mehr zum Einsatz, sondern ein Metallstreifen. Auch jener verändert sich je nach Luftfeuchtigkeit, kann sich also ausdehnen oder zusammenziehen. Allerdings ist ein Spiral-Hygrometer nicht ganz so genau, wie Sie es von dem Haar-Angebot kennen. Zusätzlich muss auch dieses Hygrometer kalibriert werden. Dafür können Sie die Werte aber gut ablesen und es findet eine kontinuierliche Messung statt. Batterien benötigen Sie auch bei diesem Angebot nicht.

3. Psychometer

Ein Psychometer ist eine komplett andere Form des Hygrometers. Der Grund ist, dass dieses Modell mit zwei Thermometern arbeitet. Eines der beiden Thermometer ist dabei dauerhaft mit einem befeuchteten Mullstrumpf übergezogen. Durch eine erhöhte Temperatur kommt es zum Verdunsten, was wiederum den befeuchteten Thermometer Wärme entzieht. Das führt dazu, dass das eine Thermometer immer eine niedrigere Temperatur als das andere aufweist. Dieser Temperaturunterschied ist nun der Hinweis darauf, wie viel relative Luftfeuchtigkeit besteht. Sie bemerken schnell, dass das Messverfahren mehr als aufwendig und umständlich ist. Deshalb ist ein Psychometer nicht wirklich für den Heimgebrauch geeignet. Falls Sie es aber dennoch verwenden möchten, erhalten Sie ein sehr genaues Messverfahren. Die Daten sind auch relativ gut abzulesen. Dafür ist das Psychometer aber ziemlich teuer.

4. Digital-Hygrometer

In den letzten Jahren kam eine ganz neue Form von Hygrometer auf den Markt: das Digital-Hygrometer. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Hygrometer mit digitaler Luftfeuchtigkeitsanzeige. Im Gerät sind also entsprechende Sensoren, welche die Veränderungen einer bestimmten hygroskopischen Schicht beobachten und jene anschließend anzeigen. Insofern gehören auch diese Hygrometer zu den Absorptionshygrometern. Die Vorteile sind mannigfaltig, angefangen bei der verhältnismäßig genauen Messung. Auch die Daten sind gut abzulesen und die Messung findet durchgängig statt. Kalibrieren müssen Sie das Gerät, welches meist recht preiswert ist, nicht. Der einzige Nachteil ist, dass Sie in regelmäßigen Abständen die Batterien auswechseln müssen, da das Gerät ansonsten nicht mehr funktioniert.

5. Taupunktspiegelhygrometer

Ebenfalls recht ungewöhnlich ist das Taupunktspiegelhygrometer, welches meist in Laboren zum Einsatz kommt. Dessen Hauptaufgabe ist herauszufinden, wann es zum Beschlag von Wänden und Spiegelflächen kommt. Um die Luftfeuchtigkeit zu messen, kommt eine metallisch verspiegelte Oberfläche zum Einsatz. Jene wird nun bis zur sogenannten Kondensationstemperatur abgekühlt. Sobald sich das Wasser auf dem Spiegel niederschlägt, entsteht eine Beeinträchtigung des Spiegels. Um diese Beeinträchtigung festzustellen, wird eine Leuchtiode verwendet. Jene beleuchtet den Spiegel. Der reflektierte Lichtstrahl wird anschließend von einer Photodiode aufgenommen und danach als elektrischer Strom weitergeleitet. Da auch die Werte des nicht durch das Wasser beeinflussten Spiegels vorliegen, kann eine ganz genaue Messung der Luftfeuchtigkeit erfolgen. Wie Sie aber sehen, ist die Methode mehr als umständlich, wenn auch leicht abzulesen. Zusätzlich muss das Taupunktspiegelhygrometer durch Batterien oder ein Kabel betrieben werden. Selbst der Kaufpreis ist nicht gerade günstig.

Vorteilhaft: Ein Hygrometer mit App

Heute gibt es ein großes Thema, welches kaum mehr wegzudenken ist: Smart Home. Alle elektronischen Geräte des Hauses werden miteinander verbunden, um jene anschließend von einer Steuereinheit zu befehligen. Das ist sehr vorteilhaft, denn so haben Sie deutlich weniger Arbeit. Überraschend ist es deshalb nicht, dass auch Hygrometer nachziehen. Es gibt Luftfeuchtemesser, welche sich ins Smart Home integrieren lassen. So haben Sie den Vorteil, dass Sie jederzeit prüfen können, wie hoch die Messwerte aktuell stehen. In der Regel ist das per App auf Ihrem Smartphone oder Tablet möglich. Ein Klick genügt und Sie lesen ab, welche Luftfeuchtigkeit besteht. Selbstverständlich müssen Sie das passende Hygrometer vorher mit dem WLAN verbinden, da ansonsten keine Internetverbindung besteht. Einige Hersteller bieten sogar separate Apps. Jene garantieren verschiedene Vorteile, zum Beispiel einen Alarm, wenn ein bestimmter Wert über- oder unterschritten wird. Ein Beispiel: Sie haben einen Wert von 40 bis 60 Prozent angegeben. Im Raum herrschen aber aktuell 61 Prozent, weshalb das Handy Alarm schlägt. So haben Sie immer den vollen Überblick über die Situation. Eine andere Art ist ein zentrales Hygrometer, welches oftmals digital agiert. Sie verbinden dieses Hygrometer mit Messtationen in jedem Zimmer und jenes wertet die Messungen aus. So benötigen Sie nicht für jedes Zimmer ein eigenes Hygrometer.

Praktisch:
Verbinden Sie auch Ihren Luftentfeuchter oder -befeuchter mit dem WLAN-Netz, haben Sie eine perfekte Einheit. Über das Hygrometer messen Sie die Luftfeuchtigkeit und bei Bedarf schalten Sie dann aus der Ferne den Befeuchter oder Entfeuchter an. Natürlich benötigen Sie dafür ein passendes Gerät, welches Smart-Homefähig ist.

Überwachen Sie Ihr Heim!

Wir empfehlen die Anschaffung eines Hygrometers, denn so können Sie in wenigen Sekunden prüfen, ob eine gute Luftfeuchtigkeit vorliegt. Immerhin kann sowohl zu feuchte als auch trockene Luft ein Risiko darstellen. Nicht nur für Ihr Heim, sondern auch Ihre Gesundheit. Mit einem Hygrometer verhindern Sie, dass die Luftfeuchtigkeit zu stark zu einer Seite ausschlägt. Natürlich haben wir viele unterschiedliche Modelle im Angebot, die wir alle genau unter die Lupe genommen haben. Auch Kundenbewertungen sind mit eingeflossen, denn wer weiß besser, was ein Produkt kann, als jemand, welcher es seit Monaten benutzt. Entscheiden Sie sich deshalb für ein Hygrometer, um sich, Ihre Wohnung und Ihre Möbel zu schützen. Gemeinsam mit einem Be- oder Entfeuchter sorgen Sie dann für das perfekte Raumklima.

Letzte Aktualisierung am 10.10.2020 um 07:57 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Produkt Advertising API